Siemens Waschmaschinen
22 Modelle im Vergleich
Herkunft und Geschichte
Die Marke Siemens für Haushaltsgeräte geht auf das 1847 von Werner von Siemens und Johann Georg Halske gegründete Unternehmen Siemens & Halske zurück, das zunächst mit der Telegrafie sein Geld verdiente. Der Einstieg ins Hausgerätegeschäft begann 1906 mit der „Entstäubungspumpe", einem der weltweit ersten Staubsauger. Ab 1925 liefen Kleingeräte wie Kaffeemühlen, Haartrockner und Bügeleisen sowie größere Geräte wie Kühlschränke, Elektroherde und Waschmaschinen unter der Hausmarke „Protos". 1928 brachte Siemens mit der Protos Turbo die erste eigene elektrische Waschmaschine auf den Markt, eine Trommelwaschmaschine, die die Wäsche erstmals auch elektrisch schleudern statt von Hand auswringen konnte. Mit der Siwamat folgte 1984 die erste vollautomatische Waschmaschine der Marke, die den Nutzer über eine Sprachausgabe durch 15 vollautomatische Programme führte.
Die Hausgeräte-Sparte von Siemens ist seit 1967 mit der von Bosch verzahnt: In diesem Jahr gründeten die Robert Bosch GmbH und die Siemens AG das Gemeinschaftsunternehmen Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH, unter dessen Dach seither die Waschmaschinen, Geschirrspüler und weiteren Hausgeräte beider Konzerne entwickelt und gefertigt werden. Zum 5. Januar 2015 übernahm Bosch den verbliebenen Siemens-Anteil vollständig; das Unternehmen heißt seither BSH Hausgeräte GmbH und ist eine hundertprozentige Tochter der Bosch-Gruppe mit Sitz an der Carl-Wery-Straße in München, wo auch die Marken Bosch, Neff, Gaggenau und Constructa gebündelt sind. Anders als bei der Schwestermarke Bosch gehört der Name „Siemens" der BSH-Gruppe dabei aber nicht vollständig: Wie das Unternehmen selbst auf seiner Webseite offenlegt, ist „die BSH Gruppe eine Markenlizenznehmerin der Siemens AG" – die Rechte am Markennamen liegen also weiterhin beim Siemens-Konzern, während BSH die Geräte entwickelt, produziert und vertreibt.
Auf dem deutschen Markt ist Siemens neben Bosch die zweite große BSH-Kernmarke und positioniert sich meist im gehobenen mittleren bis oberen Preissegment. Waschmaschinen mit dem Zusatz „Made in Germany" werden im brandenburgischen Nauen gefertigt, wo auf zwei parallelen Montagelinien jährlich rund 600.000 Waschmaschinen gebaut und von dort in die ganze Welt exportiert werden. Ein Toplader-Sortiment führt Siemens in Deutschland aktuell nicht mehr; das Waschmaschinen-Programm besteht ausschließlich aus Frontladern sowie einigen Waschtrocknern.
Was die Waschmaschinen ausmacht
Siemens gliedert seine Waschmaschinen in die Baureihen iQ300, iQ500 und iQ700. Das iQ300-Einstiegssegment bietet solide Basismodelle mit klassischer Bedienung, iQ500 positioniert sich als Mittelklasse, bei der einzelne Modelle bereits die automatische Waschmitteldosierung i-Dos oder eine Fleckenautomatik mitbringen, und iQ700 bildet mit der höchsten Energieeffizienz, Home Connect bei den meisten Modellen und dem größten Funktionsumfang das Premiumsegment. Kerntechnik der gehobenen Modelle ist der iQdrive-Motor, ein bürstenloser, nahezu verschleißfreier Elektromotor, für den Siemens bei vielen iQ700-Modellen nach kostenloser Registrierung eine zehnjährige Garantie gewährt, während für das Gerät selbst die gesetzliche Mindestgarantie von 24 Monaten gilt. Gegen Wasserschäden durch undichte Zulaufschläuche sichert das aquaStop- beziehungsweise aquaSecure-System die Geräte lebenslang ab.
Bei den auf waschmaschinen-kompass.de gelisteten Siemens-Modellen zeigt sich die Bandbreite der Baureihen auch in den technischen Daten: Die Füllmengen reichen von 7 bis 10 kg, die Schleuderdrehzahl liegt bei den meisten Modellen bei 1400 U/min, bei den Topmodellen der WG56-Reihe bei 1600 U/min, und der überwiegende Teil der Geräte erreicht die Energieeffizienzklasse A nach der seit März 2021 gültigen EU-Skala; vereinzelte kompaktere oder einfachere Modelle liegen bei B oder C. Neben klassischen Frontladern führt Siemens auch Waschtrockner der Serien iQ300, iQ500 und iQ700, die durch die kombinierte Wasch- und Trockenfunktion meist die Energieeffizienzklassen D oder E erreichen. Preislich bewegt sich Siemens auf ähnlichem Niveau wie die Schwestermarke Bosch und liegt damit über Einsteigermarken, aber unterhalb der BSH-Premiummarke Gaggenau.
Alle Waschmaschinen von Siemens
Typ
Hersteller
Energieklasse
Füllmenge
Schleuderdrehzahl
Ausstattung








