Bauknecht Waschmaschinen
18 Modelle im Vergleich
Herkunft und Geschichte
Bauknecht geht auf Gottlob Bauknecht zurück, der 1919 im Alter von 27 Jahren mit nur 500 Mark Startkapital eine Elektrowerkstatt in Neckartenzlingen (Baden-Württemberg) gründete und dort zunächst eigene Elektromotoren fertigte, darunter den Universalmotor „Landfreund". Nach dem Zweiten Weltkrieg erweiterte das Unternehmen sein Sortiment um Küchengeräte, 1951 folgte der erste Kühlschrank, in den 1950er Jahren stieg Bauknecht auch in die Produktion von Waschmaschinen ein.
1982 musste Bauknecht nach Verlusten im Auslandsgeschäft und dem Rückzug von Bankfinanzierungen Insolvenz anmelden; das Amtsgericht Stuttgart erklärte das Unternehmen am 29. Oktober 1982 für zahlungsunfähig, wenige Tage später übernahm Philips die Marke. 1989 ging Bauknecht an den US-Konzern Whirlpool über, unter dem die Marke jahrzehntelang firmierte. Der Firmensitz zog 2006 von Schorndorf nach Stuttgart um, die deutsche Fertigung wurde jedoch bis 2012 vollständig eingestellt – die Werke in Calw, Neunkirchen und Schorndorf schlossen.
2024 wechselte Bauknecht mit dem übrigen europäischen Whirlpool-Hausgerätegeschäft zu Beko Europe, einem Gemeinschaftsunternehmen, an dem der türkische Arçelik-Konzern über seine Tochter Beko B.V. 75 Prozent und Whirlpool 25 Prozent hält. Im Juni 2026 wurde bekannt, dass Arçelik auch den verbleibenden Whirlpool-Anteil übernehmen und damit alleiniger Eigentümer werden will; zum Zeitpunkt dieser Recherche war dieser Schritt angekündigt, aber noch nicht rechtlich vollzogen. Als Herstelleradresse für den deutschen Markt führt das EU-Produktregister EPREL inzwischen die Beko Europe Management S.R.L. mit Sitz in Mailand. Beko Europe bündelt 22 Marken – darunter Beko, Grundig, Hotpoint, Ariston und eben Bauknecht – und fertigt an elf Standorten in Italien, Polen, der Slowakei, Rumänien und Großbritannien; eine eigenständige deutsche Fertigung gibt es für Bauknecht nicht mehr.
Was die Waschmaschinen ausmacht
Bauknecht deckt mit seinem aktuellen Sortiment alle drei Bauformen ab: freistehende Frontlader, platzsparende Toplader – erkennbar an der Modellbezeichnung WAT – sowie vollintegrierbare Einbaugeräte für die Küche. Die Füllmengen reichen von 6 kg bei den schmalen 40-cm-Topladern bis 9 kg bei den größten Frontladern, die Schleuderdrehzahlen liegen laut Hersteller zwischen 1200 und 1600 U/min. Auf der seit März 2021 gültigen EU-Energieskala sind die aktuellen Modelle über die gesamte Bandbreite von A bis in den Bereich C und D vertreten – anders als bei manchen Wettbewerbern ist A hier keine Selbstverständlichkeit, sondern von Modell zu Modell verschieden.
Technisch setzt Bauknecht auf den riemenlosen ZEN-Motor mit Direktantrieb, der laut Herstellerangaben Vibrationen reduziert und einen leiseren Lauf ermöglicht, sowie auf das Active-Care-System, das über 100 Fleckenarten bereits bei 40 °C ohne Vorbehandlung lösen soll; eine Color+-Variante verspricht Ähnliches schon bei 20 °C. Die Gentle-Power-Technologie soll gegenüber der Mindestanforderung der Klasse A bis zu 30 Prozent Energie sparen, eine Steam-Finish-Funktion hält die Wäsche nach Programmende bis zu sechs Stunden knitter- und geruchsfrei, ein von Allergy UK zertifiziertes Anti-Allergie-Programm sowie ein 30-minütiges Kurzprogramm ergänzen viele Modelle. Preislich positioniert sich Bauknecht laut Hersteller zwischen rund 349 € und 849 € und damit im Einstiegs- bis mittleren Preissegment – erkennbar auch an den zehn Modellen dieser ersten Bauknecht-Charge auf waschmaschinen-kompass.de, die zwischen 379 € und 579 € gelistet sind und sich damit unterhalb von Bosch, Siemens und AEG einordnen, aber über reinen Einsteigermarken wie Privileg, die ebenfalls zum Beko-Europe-Portfolio zählen.
Alle Waschmaschinen von Bauknecht
Typ
Hersteller
Energieklasse
Füllmenge
Schleuderdrehzahl
Ausstattung








