Candy Waschmaschinen
1 Modell im Vergleich
Herkunft und Geschichte
Candy begann 1927 als OMEF, die Officine Meccaniche Eden Fumagalli – eine Werkstatt für Präzisionsmaschinen in der Lombardei. Zu Waschmaschinen kam die Familie Fumagalli über Umwege: Enzo, einer der drei Brüder Fumagalli, schickte Skizzen einer Waschmaschine aus den USA nach Hause, sein Bruder Niso übersetzte sie in eine Konstruktion, Peppino kümmerte sich um die Verwaltung. Das Ergebnis, das „Modell 50", wurde 1946 auf der Mailänder Messe vorgestellt und gilt als erste vollständig in Italien gebaute Waschmaschine. Im selben Jahr bekam das Unternehmen den Namen Candy, nach einem damals populären Schlager.
1950 folgte mit der Bi-Matic eine halbautomatische Maschine, und Candy wurde zum ersten italienischen Hausgeräteexporteur. 1955 entstand eine Tochter in Frankreich, 1958 eine in Deutschland, 1961 zog der Firmensitz nach Brugherio bei Mailand, wo er bis heute ist. Über Jahrzehnte wuchs die Gruppe durch Zukäufe: Kelvinator (1971), La Sovrana (1973), Zerowatt (1985), Rosières (1987) und 1995 Hoover European Appliances, später auch Marken in Russland und China. Mehr als 80 Prozent des Umsatzes erzielte Candy zuletzt außerhalb Italiens.
2018 verkaufte die Familie Fumagalli das Unternehmen für 475 Millionen Euro an den chinesischen Konzern Haier; abgeschlossen wurde die Übernahme im Januar 2019. Brugherio ist seitdem zugleich Sitz von Haier Europe, und Candy ist neben Hoover und Haier eine der drei europäischen Marken des Konzerns. Im April 2024 bekam die Marke ein neues Logo.
Was die Waschmaschinen ausmacht
Candy stellt bei seinen Waschmaschinen kurze Programme und die App-Anbindung in den Vordergrund. Die Frontlader-Linie RapidÓ wirbt mit neun Kurzprogrammen – darunter ein 59-minütiges Hygieneprogramm bei 60 °C –, einem Inverter-Motor mit der Bezeichnung Speed Drive und Energieklasse A. Über die hOn-App, dieselbe, die auch Haier- und Hoover-Geräte steuert, lassen sich Programme aus der Ferne starten; die Funktion Snap&Wash schlägt nach einem Foto der Wäsche ein passendes Programm vor. Wie belastbar solche Versprechen im Alltag sind, zeigen am ehesten die Messwerte im EU-Register EPREL, nicht die Programmzahl.
Im Katalog ist Candy bislang mit der CW50-BP12307WU-S vertreten, einem Mini-Frontlader mit 5 kg Füllmenge, 1200 U/min und Energieklasse A in einem nur 51 × 70 × 49 cm großen Gehäuse. Sie hat eine eigene Heizung, zwölf Programme, eine 32-Liter-Trommel und Mengenautomatik und ist damit eine echte Waschmaschine im Kleinformat, kein Camping-Gerät. Nahezu dieselben Registerdaten hat die Haier HW50-BP12307U1 aus demselben Konzern; im Datenblatt unterscheiden sich beide vor allem beim Schleudergeräusch. Weitere kompakte Geräte zeigt die Kategorie Mini-Waschmaschinen.
Alle Waschmaschinen von Candy
Typ
Hersteller
Energieklasse
Füllmenge
Schleuderdrehzahl
Ausstattung
